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MD11 Frachter:


  • ITC1
    hinter uns beim Auftanken: LH 8275 auf dem Weg von Brasilien über Dakar nach Frankfurt
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Dakar, an der Westspitze Afrikas, liegt von Mitteleuropa kommend ungefähr auf halbem Weg nach Veracopos bei Sao Paolo, dem Frachtdrehkreuz der Lufthansa Cargo in Südamerika,  und ist deswegen der ideale Zwischenlandeplatz für die schweren beladenen Frachter auf dem Weg von und nach Brasilien.
Von hier geht es auf den Südatlantik hinaus, und auf dem Weg muss ganzjährig die innertropische Konvergenzzone (ITZ) durchflogen werden. Die ITZ bildet sich durch die von der in Äquator-nähe senkrecht stehenden Sonne aufgeheizten und aufsteigenden Luftmassen. Am Boden strömt die Luft aus Nord- oder Südost kommend in diese Zone niedrigen Luftdrucks nach, und so entstehen die Passatwinde.  Da sowohl Wärme als auch Feuchtigkeit schier endlos zur Verfügung stehen, wachsen die Cumuluswolken bis in größte Höhen und bilden eine Art Sperrgürtel, durch den man sich hindurch mogeln muß, denn überfliegen kann man die aufgereihten Cumulonimben nicht, schon gar nicht mit den schwer beladenen Frachtern.
Die Bilder entstanden am 11. April 2011 auf dem Flug LH 8274, der Dakar am frühen Nachmittag verließ und bei Anbruch der Nacht mit fast 92.000 kg Fracht in VCP ankam. Bei Tageslicht war es möglich zusätzlich zu den Wetterradarbildern die sie auslösenden Wolken zu fotografieren. Die Reiseflughöhe betrug anfangs 30.000 ft und ab dem Übergabepunkt an "Atlantico" der brasilianischen Kontrollstelle für den Atlantikteil, 32.000 ft, die Reisegeschwindigkeit M 0,82, was bei der Temperatur von -31°C in der Höhe einer Fluggeschwindigkeit von 499 Knoten oder 924 km/h entsprach. Die Tropopause, die Grenze zur Stratosphäre lag nach den Vorhersagekarten in unerreichbaren 53.000 ft Höhe.
LH 8274 erreichte Veracopos nach 6:14 h Flugzeit um 21:28 UTC (16:28 h Ortszeit) mit einem Landegewicht von fast 220 Tonnen und einer angezeigten Endanfluggeschwindigkeit von 167 Knoten (309 km/h), was unter den aktuellen meteorologischen Gegebenheiten einer wahren Fluggeschwindigkeit von 176 Knoten (326 km/h) entsprach.


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In den frühen Morgenstunden des 1. Weihnachtstages führte ich zusammen mit F/O Michael Janous einen Flug von Frankfurt nach New York JFK durch, und wir sollten am frühen Morgen des 27. Dezembers den Rückflug antreten. Aber alles kam ganz anders.
In den Mittagsstunden des 2. Weihnachtsfeiertages begann es zunächst leicht zu schneien, der Wind frischte immer mehr auf und erreichte schließlich in Böen und bei starkem Scheefall fast 100 km/h Geschwindigkeit – ein Blizzard brach über die Ostküste der USA herein und brachte das öffentliche Leben zum völligen Stillstand.
Als der Rückflug dann am Abend des 28. Dezember stattfinden sollte, gab es so manche Schwierigkeit zu überwinden, da der Flughafen nur allmählich von den Schneemassen befreit werden konnte. Am 29. Dezember landeten wir dann um 05:24 Uhr in Frankfurt, gerade noch so rechtzeitig, dass ich meinen Folgeeinsatz am 31. Dezember nach Riad, Sharjah und Hong Kong mit der vorgeschriebenen Ruhezeit von 48 h antreten konnte.
Die Bilder geben einen Eindruck vom Anflug, vom Chaos in den Straßen und von den Behinderungen beim Abflug.


  • SEQU (1)
    Cumulus Granitus
  • SEQU
    Einflug ins Tal
  • SEQU (2)
    im langen Endanflug
  • SEQU (3)
    Blick auf den “Hausberg” von SEQU
  • SEQU (5)
    der “Stadtflugplatz” Quito
  • SEQU (6)
    im kurzen Endanflug
  • SEQU (7)
    auch am Boden geht es eng zu
  • SEQU (8)
    nach dem Abheben RECHTSKURVE!
  • SEQU (9)
    Zurückrollen auf der aktiven Piste
  • SEQU (10)
    Blick nach Süden (Startrichtung 17)
  • SEQU (11)
    Anrollen zum Start
  • SEQU (12)
    “rotation speed” ist erreicht
  • SEQU (13)
    Blick nach dem Abheben nach NNW
  • SEQU (14)
    auf Steuerkurs Ost weg von den Bergen und Höhe gewinnen
  • SEQU (15)
    der Vulkan “Cayambe” ist 5796 m (19016 ft) hoch
  • SEQU (16)
    noch ein “Cumulus Granitus”
  • SEQU (17)
    der Bildschirm des “Electronic Flight Bag”
 

Quito, SEQU oder UIO gilt als einer der schwierigsten Flugplätze.

Durch die geringe Luftdichte in mehr als 9000 Fuß Höhe steigt die wahre Fluggeschwindigkeit (true airspeed) stark an, und deshalb ist das Flugzeug bei Start und Landung  etwa 30 Knoten schneller als auf dem Fahrtmesser angezeigt. Hinzu kommen hohe Sinkraten im Endanflug und stark verminderter Schub beim Start.


Filme
An- und Abflug UIO

An- und Abflug Anflug in Quito als kleiner Film.
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Die Berge rund um den Flughafen sind ebenso zahlreich wie hoch und ragen bis zu einer Seehöhe von etwa 6000 m in den Himmel. Die Bilder und die beiden Filme geben einen Eindruck von den flugbetrieblichen Besonderheiten, die schwierig und reizvoll zugleich sind.